Die PKV im Jahre 2013

Posted by admin | 10.18.13

Seit 01.01.2009 haben wir den Gesundheitsfonds. Abgesehen von dem Einheitssatz haben sich aber für die Versicherten noch mehr Dinge geändert, denen man kaum Beachtung schenkt.

Jeder muss sich versichern.

Risikoversicherung

Risiko beim Sport

Es ist eigentlich nicht vorstellbar, aber es gab in Deutschland doch einen Anteil der Bevölkerung, die keinerlei Versicherung im Krankheitsfall hatte.

Zum größten Teil handelt es sich hierbei um Selbständige und zwar Männer.

Diese Personen kommen nicht mehr drum herum sich abzusichern, denn jetzt wird auch eine empfindliche Strafe fällig, wenn man keine Versicherung hat. Die gilt im übrigen auch für Kinder.

Interessant hierbei: Die Geldstrafe, die für jeden nicht versicherten Monat fällig wird, soll von der entsprechenden Krankenversicherung erhoben werden, bei der sich derjenige absichert.

 

Irgendwie versichern gilt nicht!

Selbstverständlich könnte man hergehen und sagen: Hauptsache irgendwie versichert, das reicht. Weit gefehlt, denn mit der Versicherungspflicht sind auch Mindestanforderungen an den Versicherungsschutz definiert worden.

– Der Versicherungsschutz muss zwingend den ambulanten und stationären Teil abdecken.

– Der maximale Selbstbehalt darf nicht höher als 5.000 € pro Kalenderjahr betragen.

Aber: Es gibt weiterhin keine Pflicht für einen Zahntarif.

 

Pflichtversicherung, also keine Gesundheitsprüfung!

Das ist ein großer Irrtum. Denn die privaten Krankenversicherer dürfen weiterhin die vollständige Gesundheitsprüfung durchführen und Antragsteller ablehnen, allerdings nur für die „normalen“ Tarife. Was sie jedem Antragsteller anbieten müssen, ist der Basistarif. Für diesen besteht auch der so genannte Kontrahierungszwang.

 

Was ist der Basistarif?

Der Basistarif ist ein spezielles Produkt der privaten Krankenversicherer und muss die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen nachbilden. Der Beitrag für diesen Tarif richtet sich, wie bei allen privaten Krankenversicherungstarifen, nach dem Alter und Geschlecht des Versicherten und noch eine Besonderheit gibt es, der Beitrag darf die Höchstgrenze des GKV-Beitrags nicht übersteigen.

Der Basistarif enthält weder Risikozuschläge, noch Leistungsausschlüsse. Man sollte aber bedenken, dass die Leistungen aus diesem Tarif nicht besser sind, als die der gesetzlichen Kassen.

 

Kontrahierungszwang – das Versicherungschinesisch schlechthin:

Es bedeutet aber nichts anderes, als dass der Gesetzgeber alle privaten Krankenversicherungen zwingt, Antragsteller in die private Krankenversicherung aufzunehmen und zwar unabhängig von ihrem Gesundheitszustand.

Das große ABER hierbei ist, wer bereits bei einer Versicherung einen Vertrag hatte, dieser dann aus welchen Gründen auch immer, wegen Drohung oder arglistiger Täuschung angefochten wurde, der hat weiterhin Pech. Dies gilt auch bei nachgewiesener vorsätzlicher Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht.

 

Was ist mit der Geldstrafe?

Die Geldstrafe wird für die Zeit fällig, für die man keinerlei Versicherungsschutz nachweisen kann und richtet sich auch nach genau dieser, wobei man einen Monat Gnadenfrist hat. Ab dem zweiten Monat bis zum sechsten wird je ein voller Monatsbeitrag fällig, ab dem siebten nur noch ein Teil.

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