Wie funktioniert ein Immobilienfonds und welche Arten gibt es?

Posted by admin | 12.14.13

Wer sich nicht unbedingt eine eigene Immobilie kaufen kann, aber dennoch von der Immobilie als Geldanlage profitieren möchte, der kann die Gelegenheit nutzen und in Immobilienfonds zu investieren. Gerade für Kleinanleger sind natürlich die offenen Immobilienfonds geeignet. Hier kann tatsächlich mit wenig Geld in Immobilien über den Fonds investiert werden und eine entsprechende Rendite erzielt werden.

Der Vorteil bei einem offenen Immobilienfonds liegt sicherlich auch darin, dass meist in Gewerbeobjekte investiert wird, die auch eine gute Rendite erzielen. Denn auch bei einem offenen Immobilienfonds ist natürlich ein entsprechendes Risiko gegeben. Muss eine Immobilie aus dem Fond, der mindestens 15 Immobilien beinhaltet, verkauft werden und es kann nicht der gewünschte Preis erzielt werden, wirkt sich dies natürlich auch negativ auf die Rendite aus.

Bei Immobilienfonds ist eine stetige Rendite eher gegeben, als ein einmaliges lukratives Geschäft. Bei diesen Immobilienfonds wird einmal jährlich die entsprechende Rendite in Bezug auf die Anteilscheine ausbezahlt. Es gibt auch die Variante, dass diese Überschüsse gleich direkt vom Fondsanbieter wieder investiert werden. Dies bedeutet zwar keine Auszahlung, dafür aber eine Werterhöhung der jeweiligen Anteilscheine.

Vorsicht ist geboten bei so genannten geschlossenen Immobilienfonds. Gerade diese Art von Immobilienfonds wirbt gerne mit absolut hoher Rendite – vom Risiko spricht in der Werbung allerdings niemand. Bei dieser Investmentform ist das Risiko extrem hoch, denn für diese geschlossenen Immobilienfonds ist keine Einlagensicherung vorgeschrieben.

Dies kann im schlimmsten Fall dann sogar einen Totalverlust des investierten Kapitals zur Folge haben. In der Vergangenheit wurde oftmals auch ein Verlust der Immobilienfonds absichtlich herbeigeführt, um für die Anleger entsprechende Steuervorteile zu erzielen. Mittlerweile dürfen jedoch Verluste aus Anlagen nicht auf andere Einnahmen angerechnet werden.

So muss der Anleger sowohl den Verlust durch die Wertminderung des Immobilienfonds in Kauf nehmen, als auch die regulären Steuern ohne Abzug auf die weiteren Einnahmen entrichten. Gerade die Schifffonds sind ebenfalls geschlossene Immobilienfonds und diese haben des Öfteren für negative Schlagzeilen gesorgt.

Auch die Investition des Immobilienfonds in Auslandsimmobilien ist keine sichere Geldanlage, denn zum einen fällt das Währungsrisiko an, falls die Immobilie sich in einem Land außer der Währungsunion befindet und zum anderen kann es durchaus auch rechtliche Probleme geben, wenn Auslandsimmobilien verkauft werden. Schließlich wird meist das Recht des jeweiligen Landes gelten, was sicher auch zu Problemen beim Verkauf oder bei der Erzielung des gewünschten Gewinnes führen kann.

Zudem besteht auch die Möglichkeit, dass dieser Ertrag, wenn er denn erzielt wird erst im Ausland und dann auch noch im eigenen Land steuerlich zum Tragen kommt. Eine weitere Gefahr bei geschlossenen Immobilienfonds ist die so genannte Nachschusspflicht.

Dadurch besteht die Möglichkeit, dass die Anleger mit dem gesamten eigenen Vermögen haften müssen, wenn das Geld zur Deckung der Kosten für die Immobilien nicht ausreichen sollte. Im Vergleich zu einem offenen Immobilienfonds, der eine gute Kapitalanlage darstellen kann, ist von einem geschlossenen Immobilienfonds sicherlich abzuraten.

Neben diesen Formen des Immobilienfonds gibt es auch noch den Immobilien Spezialfonds. Bei diesem ist die Besonderheit, dass neben Privatanlegern auch Sparkassen, Versicherungen, Stiftungen und weitere nicht natürliche Personen in den Immobilien Spezialfonds investieren. Diese Form des Immobilienfonds ist in den letzten Jahren immer beliebter geworden und konnte einen rasanten Zuwachs verbuchen.

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