Feingold

Als Feingold wird Gold bezeichnet, welches elektrolytisch rein ist. Es handelt sich dabei um Gold mit einem reinen Goldanteil von 999,99 Prozent. Gekennzeichnet wird es als Gold 999. Feingold ist als Münzgold und in der Herstellung von Goldbarren im Einsatz.

Feingoldbarren

Der Anteil des Feingoldes in einer Legierung wird in Promille angegeben.

Dabei handelt es sich um Tausendstel.

Frühere Bezeichnung bei Gold war Karat, 1000 Tausendstel entsprechen 24 Karat.

Bei Silber spricht man übrigens von Lot.

Und hier sind 1000 Tausendstel gleich 16 Lot.

 

Kann man aus Feingold Schmuck herstellen?

 

Schmuck aus Feingold herzustellen, ist schwierig, aber nicht unmöglich. Das Gold hat eine einzigartige Leuchtkraft und Intensität, die das Edelmetall besonders begehrt macht. Nur sehr selten wird Feingold für die Herstellung von Goldschmuck verwendet. Normalerweise ist das hochwertige Gold für eine herkömmliche Verarbeitung viel zu weich.

Wenn aber ein Goldschmied die hohe Kunst beherrscht, das Gold von Hand zu schmieden, so können auch Schmuckstücke aus Feingold entstehen, die langlebig und haltbar sind. Gold 999 hat eine lebendige und klare Schönheit und einen einmaligen Glanz. Selbstverständlich werden auch Schmuckstücke aus Feingold mit dem Prägestempel 999 für den Reinheitsgehalt punziert. Außerdem liegt Schmuck aus Feingold immer ein Echtheitszertifikat bei.

Schmuck aus Feingold mit einem fast 100-prozentigen Goldanteil ist besonders edel und auch dementsprechend teuer. Wer sich mit dem Gedanken trägt, solche Stücke zu erwerben, sollte unbedingt auf die Schwankungen der Goldpreise achten.

Üblich ist es auch, mit Feingold bestimmte Schmuckstücke zu vergolden. So werden beispielsweise Magnetarmbänder mit diesem Material überzogen. Natürlich handelt es sich dabei dann nicht um echtes Gold, sondern um Vergoldungen, so genannte Dubletten. Es gibt auch Leuchter, die 24 Karat hartvergoldet sind. Diese müssen auch genauso ausgezeichnet sein und werden mit 24 K anstatt 999 punziert. Nachteil ist, dass der Goldüberzug bei vergoldeten Stücken nicht abriebfest ist und sich ablösen kann, was unschön aussieht.

Wissenswertes zum feinsten Gold

Beim Feingold handelt es sich um besonders edles Gold, das reinste überhaupt. Mit einem Goldanteil von 99,99 % ist es nahezu frei von Fremdmaterialien. Feingold ist sehr weich. Es wird meist für die Herstellung von Goldmünzen oder Goldbarren eingesetzt. Tüchtige Goldschmiede können auch Goldschmuck von Hand daraus schmieden. Rohgold muss entsprechend bearbeitet werden, so dass es zu Feingold wird.

In Schmuckstücken oder Wertgegenständen aus Feingold sieht man die Prägung 999. Sie dürfen aber auch nur den Begriff „Gold“ tragen. Goldschmuck aus Gold 999 ist besonders begehrt, aber man muss dafür auch entsprechend tief in die Tasche greifen. Die Herstellung von Hand ist eine kostenintensive Fertigungsvariante. Das Handwerk muss hier bezahlt werden, wobei das Goldschmiedehandwerk sprichwörtlich „goldenen Boden“ hat.

Feingold als Wertanlage

Aber nicht nur der Schmuck aus Feingold erfreut sich großer Beliebtheit, sondern Goldbarren oder Goldmünzen aus diesem Material sind bei Sammlern und Anlegern begehrt. Das ist auch nicht verwunderlich, stiegen doch in den letzten 10 Jahren die Goldpreise kontinuierlich an. In Zeiten wirtschaftlicher und finanzieller Krisen suchen die Investoren nach einer Möglichkeit, Verluste zu vermeiden und nach Möglichkeit einen hohen Gewinn zu erwirtschaften. Dabei sind Anlageprodukte aus Feingold wieder verstärkt ins Blickfeld der Anleger geraten.

Das Beachten der Goldpreise ist für Anleger wichtig und notwendig. Wer in Goldmünzen, wie den Krügerrand oder die 100-Euro-Goldmünze, investiert, sollte den Goldpreis aktuell kennen. Gerade beim Krügerrand, der ebenfalls aus Feingold besteht, ist die tagesaktuelle Bewertung wichtig, da diese Goldmünze keinen Nennwert besitzt.

Es ist natürlich nicht zwingend notwendig, Anlageprodukte aus Feingold käuflich zu erwerben. Es gibt auch Verbriefungen, also Schuldbriefe, die einem Anleger einen bestimmten Goldanteil übereignen. Dieser so genannte physische Goldankauf hat aber den Nachteil, dass bei einer Pleite des Emittenten das angelegte Geld verloren sein kann.

Anleger, die den einmaligen Glanz von echtem Gold lieben, sind daher mit Goldbarren oder Goldmünzen aus Feingold gut beraten. Goldmünzen kann man leichter aufbewahren und transportieren, als Goldbarren. Es gibt bei beiden Anlageformen verschiedene Größen, d. h. Stückelungen, so dass auch Kleinanleger und Privatpersonen von der Investition in Gold und dem sensationellen Goldpreis profitieren.

Mit Gold werden bestimmte Eigenschaften, wie Kostbarkeit, Seltenheit, Schönheit und Beständigkeit assoziiert. Dennoch verbergen sich hinter der gebräuchlichen Bezeichnung Gold die verschiedensten Variationen dieses edlen Metalls. Gold gibt es in Verbindung mit Kupfer als Rotgold oder mit Silber als Weißgold. Man findet auch Goldlegierungen mit anderen Metallen.

 

Welches Gold gibt es in Deutschland neben Feingold?

 

In Deutschland wird primär Gold 585, das ist Gold mit einem Maß von 14 Karat, verwendet. Diese Angabe, beispielsweise zu finden auf einem Ring, besagt, dass zur Herstellung 58,5 % Gold verwendet wurden. Auch Gold 333, zu finden auch unter der Bezeichnung 8 Karat, ist hierzulande weit verbreitet.

Der Goldanteil von nur einem Drittel ist jedoch so gering, dass die typischen Eigenschaften des Goldes wie Glanz und Farbe durch die Verwendung anderer Materialien gefördert werden müssen, was sich nachteilig auf die Beständigkeit des Materials auswirken kann.

Außerdem gibt es Gold 333 nur in Deutschland, Feingold und Gold 585 sowie auch Gold 750 hingegen sind weltweit gebräuchliche Bezeichnungen. In anderen Ländern wird überhaupt erst mit einem Goldanteil von 350 die Bezeichnung Gold eingeführt.

Hinter der Bezeichnung Gold 999 verbirgt sich Feingold, das vor allem für die Herstellung von Goldmünzen und Goldbarren verwendet wird. Feingold besticht durch seine leuchtende Farbe und seinen edlen Glanz. Schmuck aus Feingold herzustellen, ist nicht ganz einfach, da das Material sehr weich ist.

Wer Schmuck aus Feingold herstellen lassen möchte, der findet seine individuellen Wünsche bei einem Goldschmied realisiert, der die Kunst des Schmiedens von Hand beherrscht.

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